Sprechen und Schreiben über die eigene künstlerische Arbeit

Wie lässt sich die eigene künstlerische Praxis präzise, verständlich und zugleich offen vermitteln? Wie spricht man über die eigene Arbeit, ohne sie vorschnell zu erklären – und wie entsteht ein Text, der weder in Kunstjargon noch in Selbstdarstellung kippt?
An zwei Abenden beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Formen des Sprechens und Schreibens über die eigene künstlerische Praxis. Im Zentrum stehen praktische Übungen, gemeinsames Nachdenken und konstruktives Feedback in einer kleinen Gruppe.

Freitag, 6. November, 19–22 Uhr

Über die eigene Arbeit sprechen
Ausgehend von der eigenen Praxis erproben wir verschiedene Situationen und Formen des Sprechens: vom kurzen Vorstellen einer Arbeit über das Ateliergespräch bis zum Austausch mit Publikum, Kurator:innen oder Kolleg:innen.

Mögliche Themen:
• Was ist wesentlich – und was muss nicht erklärt werden?
• Wie unterscheiden sich Gespräch, Präsentation und „Pitch“?
• Wie verändert sich das Sprechen je nach Gegenüber und Situation?
• Präsenz, Präzision und Offenheit
• Zuhören, Nachfragen und Feedback

Freitag, 20. November, 19–22 Uhr

Über die eigene Arbeit schreiben
Der zweite Abend widmet sich dem Schreiben als Mittel der Vermittlung und zugleich der Reflexion über die eigene Praxis. Anhand kurzer Übungen und eigener Texte untersuchen wir unterschiedliche Zugänge zum Artist Statement und zu verwandten Textformen.

Mögliche Themen:
• Vom Werk und Arbeitsprozess zum Text
• Beschreiben, kontextualisieren, interpretieren
• Artist Statement, Kurztext und Projektbeschreibung
• Adressat:innen und unterschiedliche Textsituationen
• Verständlichkeit versus Fachsprache
• Überarbeiten und gegenseitiges Feedback
• KI als Schreibwerkzeug: Möglichkeiten, Grenzen und die Frage nach der eigenen Stimme

Die beiden Abende bauen aufeinander auf und werden grundsätzlich zusammen gebucht. Sie lassen auch Raum für konkrete Fragen, Erfahrungen und Bedürfnisse der Teilnehmenden. Falls nach Anmeldeschluss noch Plätze frei sind, können diese auch für einzelne Abende vergeben werden.

Daten:
6. und 20. November, jeweils 19–22 Uhr
Teilnehmende: max. 12 Personen
Dauer: 2 × 3 Stunden
Ort: Salon Himmelblau, Innenhof Himmelrich-Siedlung, Claridenstrasse 4 Luzern (7′ ab Bahnhof)

Dozent:
Michel Rebosura ist Philosoph, Kunstkritiker und Kurator. Er schreibt unter anderem für das Kunstbulletin und arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Sprache und Vermittlung. Er konzipiert und leitet Workshops und Gesprächsformate für Kunstschaffende und Hochschulen, unter anderem an der Hochschule Luzern – Design Film Kunst.

Mitbringen:
Laptop

Kosten für beide Abende:
Kollekte für Mitglieder Visarte Zentralschweiz
CHF 50.- für weitere Sektionen und Mitglieder obl.
CHF 100.- für weitere Interessierte

Anmeldung:
bis 31. Oktober an weiterbildung@visarte-zentralschweiz.ch

Veranstalterin:
Weiterbildungskommission der Visarte Zentralschweiz, Berufsverband visuelle Kunst